|  |
'Comite für Handwerker und Knabensääle': Zirkular mit Bitte um Unterstützung des Betriebs von Handwerkersälen bzw. eines Knabensaals
Darin: Die Unterzeichneten stellen 'von einer gewissen Seite her' eine zunehmende 'Verführung' v.a. der 'Gesellen und Lehrjungen' fest, denen 'auch der Glaube, zumal der christliche, aber auch selbst der allgemeinere an eine Vergeltung, eine künftige Existenz, einen Gott [...] geraubt' und so ein 'dienstfertiges Heer' gebildet werden soll. Da 'Gesellen und Lehrlinge gewöhnlich ausser ihrer Lagerstätte nicht einen Winkel besizen', das 'Familien-Verhältniss zwischen den Arbeitern und dem Meister' schwindet, 'die Herbergen meist wahre Höhlen sind', sind die Arbeiter genötigt 'ihre Mussestunden und Sonntage in Schenken und an öffentlichen Lustorten zuzubringen'. Die Unterzeichneten haben darum (nach dem Vorbild von Basel, Zürich, Schaffhausen u.a.) Anfang Winter an der Postgasse 46 zwei Säle eröffnet, zu denen Handwerker und Lehrlinge freien Zutritt haben und dort Bücher, Schreibmaterial, Zeichnungsmaterial und Vorlagen benutzen können; insbesondere für Lehrlinge wird zudem geboten: 'Unterricht
| 1850 | Akten/Dossier/Grafik/Bandteil/Korrespondenz |
ES Gr.35
|
|  |
|