BBB Bongarsiana / Codices, 06. Jh.-20. Jh. (Bereich)

Archivplan-Kontext

 
Titel:BBB Bongarsiana / Codices
Inhalt und Form:Die Sammlung Bongarsiana/Codices umfasst etwa 1100 Handschriften, darunter 650 mittelalterliche und 300 frühneuzeitliche Codices, 60 orientalische, 40 griechische und 30 hebräische Handschriften. Infolge zahlreicher Umgestaltungen der Sammlung ist die Provenienz der einzelnen Handschriften heute nicht mehr in allen Fällen zu rekonstruieren. Grob lassen sich drei Provenienzen unterscheiden:

1. Hinter dem Namen Bongarsiana verbirgt sich die Büchersammlung des französischen Humanisten und Diplomaten Jacques Bongars (1554–1612). Der Bestand umfasst etwa 650 mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften, insbesondere aus Klöstern in der Regionen von Orléans und Strassburg sowie etwa 150 Fragmente (dazu kommen gut 3000 Druckschriften, die durch das Zentrum historische Bestände der Universitätsbibliothek Bern verwaltet werden). Jacques Bongars blieb kinderlos und vermachte seine Bibliothek testamentarisch Jakob Graviseth (1598–1658), dem Sohn des Strassburger Bankiers Reinhard Graviseth. Nach 1612 wurden die Bücher zunächst in Strassburg, ab 1622 in Basel aufbewahrt. 1624 heiratete Jakob Graviseth die Schultheissentochter Salome von Erlach (1604-1636) und schenkte Anfang 1632 die Bibliothek der Stadt Bern.

2. Der alte Berner Bestand umfasst ca. 125 Handschriften, die sich bereits vor 1632 im Besitz der Berner Stadtibliothek befanden. Verschiedene Handschriften stammen aus den während der Reformation aufgehobenen Berner Klöstern, zahlreiche stammen aber auch aus den Privatbibliotheken von Berner Gelehrten und Geistlichen.

3. Bei der Reorganisation der Biblliothek in den 1690er Jahren wurden die 'alte' (= Berner Bestand) und die 'neue' Bibliothek (= Bongarsiana) miteinander vereinigt und es wurden die heute noch gültigen Signaturen eingeführt [Cod. 1-722]. Die anderen ca. 350 Handschriften befanden sich damals noch nicht in der Bibliothek oder wurden von Marquard Wild 1697 nicht katalogisiert. Es lassen sich zwei Gruppen unterscheiden:

a) Zugänge zwischen 1697 und 1875: Codices mit alphanumerischen Signaturen [A1 - F219]. Der Bestand umfasst insgesamt ca. 200 mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften, in ähnlicher thematischer Zusammensetzung wie die oben genannten Bestände.

b) Handschriftenzuwachs von 1875 bis heute: insgesamt ca. 150 Handschriften [Cod. 723-870]. Sehr heterogener Bestand aus mehrheitlich jüngeren Handschriften, darunter zahlreiche Einbandfragmente sowie orientalische und exotische Handschriften, die oft durch Schenkungen aus Privatbesitz in die Bibliothek gelangt sind.

Für die Benutzung der Sammlung ist eine Voranmeldung erwünscht.
Entstehungszeitraum:6. Jh. - 20. Jh.
Stufe:Bereich
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL: http://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=15
 
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