| Signatur: | N Othmar Zschaler |
| Titel: | Nachlass Othmar Zschaler (1930-2023) |
| Entstehungszeitraum: | 20. Jh. - 21. Jh. |
| Bestandesgeschichte / Charakterisierung: | Othmar Zschaler wurde 1930 als Sohn von Hans Zschaler (1897-1982) und Marie Zschaler-Fischer (1899-1990) in Chur geboren. Von 1946 bis 1950 absolvierte er beim Churer Goldschmied Disam eine Lehre. 1952 kam Zschaler nach Bern, wo er ab 1960 ein eigenes Atelier führte, zunächst in einem Dachgeschoss an der Brunngasse, dann ab 1965 an der Herrengasse 8 und ab 1985 zusätzlich an der Kramgasse 82. Nach der Übergabe seines Ateliers und Ladens an den Nachfolger 1997 arbeitete Zschaler weiter an eigenen Projekten, Objekten und Reliefs in seinem Atelier an der Junkerngasse. Der Bündner war ein Vertreter der modernen Schmuckgestaltung. Ab den 1960er Jahren bewegte sich Zschaler an der Grenze zwischen Handwerk und freier Kunst, indem er abstrakte Kompositionen als eigenständige Schmuckunikate schuf. Dabei verwendete Zschaler neben Gold auch Materialien wie Holz, Elfenbein und Horn. Für seine Arbeiten wurde Othmar Zschaler mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er beispielsweise zwischen 1957 und 1959 dreimal das Eidgenössische Stipendium für angewandte Kunst, 1967 den Bayerischen Staatspreis und 2010 den Berner Design Preis. Zschaler konnte seine Werke in verschiedenen nationalen und internationalen Gruppenausstellungen sowie auch in Einzelausstellungen wie jener 1999 im Kornhaus Bern präsentieren. Othmar Zschaler war seit 1955 mit der Modeschöpferin und Damenschneiderin Margrit Furter (1926-1923) verheiratet gewesen. Er verstarb 2023.
Der Bestand umfasst private Dokumente vor allem aber Unterlagen zu Zschalers Schaffen als Goldschmied und Designer. Einblick in die Biografie, das Privatleben und den Bekanntenkreis geben neben Familienfotoalben die Agenden aus den Jahren 1970 bis 1984 sowie die Gästebücher. Private Korrespondenz ist hingegen kaum überliefert. Zschalers berufliche Tätigkeit als Goldschmied ist u.a. dokumentiert durch seine eigenen Arbeitsbücher, diejenigen der Mitarbeitenden und insbesondere durch die Kundenkartei. Den Grossteil des Nachlasses machen Unterlagen zu Zschalers künstlerischem Werk als Schmuckgestalter aus. Dazu gehören zum einen Skizzen und Federzeichnungen von Schmuck, die an sich eigenständige Werke darstellen, sowie eine umfassende Foto- und Farbdiadokumentation der entstandenen Schmuckstücke. Da die Skizzen und Zeichnungen die ganze Schaffensperiode abdecken, erlauben sie es, die künstlerische Entwicklung Zschalers nachzuzeichnen. Schliesslich belegen zahlreiche Publikationen und Katalogeinträge die nationale und internationale Reichweite Zschalers. Wo immer möglich wurde vorarchivische Ordnung übernommen. Dies betrifft insbesondere die Werkdokumentation in Form von Zeichnungen, Fotografien und Dias, bei der das Ordnungsschema von Othmar Zschaler nicht verändert wurde.
Das Privatarchiv wurde der Burgerbibliothek Bern 2023 von Othmar Zschaler als Geschenk übergeben.
November 2025 Nadja Ackermann |
| Umfang: | 8 Laufmeter |
Bestandesbeschreibung |
| Person: | Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Zschaler, Othmar (1930-2023) |
| Bibliographie: | Zschaler (1984) |
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| Rechtsform: | Natürliche Person |
| Erschliessungsgrad: | Detailliert |
| Findmittel-Form: | Digital |
| Findmittel-Qualität: | Vollinventar |
| Stufe: | Bestand |
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Deskriptoren |
| Einträge: | Zschaler, Othmar (1930-2023) (Personen\Natürliche Personen\Z) |
| Zschaler (1984) (Bibliografie\Z) |
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Behältnisse |
| Anzahl: | 4 |
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Benutzung |
| Erforderliche Bewilligung: | Keine |
| Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
| Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
| URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=415477 |
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