ZA Schmieden Zunftarchiv Schmieden, 1345-1980 (Bestand)

Archivplan-Kontext

 
Signatur:ZA Schmieden
Titel:Zunftarchiv Schmieden
Entstehungszeitraum:1345 - 1980
Bestandesgeschichte / Charakterisierung:Der Bestand:

Das Archiv der Gesellschaft zu Schmieden befindet sich zum grössten Teil in der Burgerbibliothek. Im Gesellschaftsarchiv werden nur noch jene Akten aufbewahrt, die nach 1980 entstanden sind. Der Bestand in der Burgerbibliothek ist ein Dauerdepositum, und er umfasst 29,5 Laufmeter Akten. Das Material wurde, soweit möglich, den Funktionen der Zunft entsprechend geordnet. Die Gliederung ist aus dem Inhaltsverzeichnis ersichtlich. Über die heutige Organisation der Gesellschaft gibt das Organigramm auf der nächsten Seite Auskunft. Ein zusätzliches Hilfsmittel ist der Index am Schluss des Inventars.
Die ältesten Dokumente im Schmieden-Archiv sind beide aus dem Jahr 1345: vom 1. April eine Urkunde, wonach Schmieden im neuen Spital für seine Angehörigen zwei Betten gekauft hat; vom 16. Mai eine andere Urkunde, in der Schmieden sich zum Unterhalt von zwei Kerzen in der Leutkirche verpflichtet. Eine breite Überlieferung setzt allerdings erst 1667, mit dem ersten Manual der Gesellschaft, ein. Die dazugehörigen Akten sind ab 1794 vorhanden.
Einige Bemerkungen zum Rechnungswesen:
Am frühesten erscheinen die Almosner-Rechnungen, nämlich bereits 1536. Dieser Umstand verdient Aufmerksamkeit, da die obligatorische Armenpflege erst 1676 eingeführt wurde! Von 1782 an sind auch die Armenguts-Rechnungen vorhanden. Schon kurz nach der Armenordnung von 1676 entstanden die ersten noch erhaltenen Vormundschaftsrechnungen: sie beginnen 1696. Seit den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts wurden die Rechnungen zusammen mit den dazugehörigen Akten archiviert, weshalb die Serie ihren Namen von "Vormundschaftsrechnungen" zu "Vormundschaftsakten" ändert. Die zweitälteste Serie von Rechnungen sind die Stubenmeister-Rechnungen, die von 1589 bis 1798 geführt wurden. Danach bricht diese Serie ab, weil das Amt des Stubenmeisters abgeschafft wurde. Seit 1710 gibt es die Seckelmeister-Rechnungen, die vom Jahr 1821 an Stubenguts-Rechnungen heissen. Die Rechnungen des Stipendienfonds existieren erst seit 1924, obwohl das Grosse Bott dessen Errichtung schon 1871 beschlossen hatte. Ab 1957 sind sie in der Stubengutsrechnung enthalten.
Besonderheiten:
Schmieden war eine Vennerzunft; man findet deshalb noch einige wenige Aktenstücke, z.B. Venner-Reglemente, die mit diesem Umstand zusammenhängen. Schmieden besitzt eine lange Serie von Stubenzinsbüchern (1726-1850), die die ebenfalls zahlreichen Verzeichnisse von Stubengenossen ergänzen. Diese Stubenzinsbücher, wie auch einige andere Bände, sind mit sehr schön gemalten Berner- und Gesellschaftswappen verziert.

Vereinfachtes Organigramm der Gesellschaft zu Schmieden:

Grosses Bott
= Legislative

wichtigste Aufgaben:
- Erlass des Gesellschaftsreglements
- Erteilung des Gesellschaftsrechts, Festsetzung der Einkaufssumme
- Genehmigung von Rechnungen, Krediten, Darlehen und Bürgschaften
- Schaffung von Fonds und Stiftungen zu besonderen Zwecken
- Vorschlagsrecht für gewünschte Behandlung von Gegenständen

wählt und besoldet:

Zunftrat
= Exekutive

wichtigste Aufgaben:
- Vormundschaftswesen
- Fürsorge
- Finanzgeschäfte und Vermögensverwaltung
- Genehmigung von Miet- und Pachtverträgen
Mitglieder:
Obmann, Vizeobmann, Seckelmeister, Almosner, Stubenschreiber,
Stubenmeister, 7 weitere Mitglieder

wählt:

Kommissionen:
- Geldanwendungskommission
- Stubenmeisterkommission
- Rechnungsprüfungskommission

Angestellte:
Stubenmeister
Umbieter
Umfang:29,5 Laufmeter
Link:Aktuelle Homepage
 

Bestandesbeschreibung

Bibliographie:Burgergemeinde (1986)
Essenwurm (1985-)
Jordan (1984)
Schläppi (2001)
Wäber (1922)
Wäber (1938)
Zeerleder (1869)
Rechtsform:Juristische Person
Erschliessungsgrad:Detailliert
Findmittel-Form:Digital
Findmittel-Qualität:Vollinventar
Stufe:Bestand
 

Deskriptoren

Einträge:  Jordan (1984) (Bibliographie/Nachschlagewerke\J)
  Essenwurm (1985-) (Bibliographie/Nachschlagewerke\E)
  Wäber (1922) (Bibliographie/Nachschlagewerke\W)
  Schläppi (2001) (Bibliographie/Nachschlagewerke\Sch)
  Burgergemeinde (1986) (Bibliographie/Nachschlagewerke\B)
  Zeerleder (1869) (Bibliographie/Nachschlagewerke\Z)
  Wäber (1938) (Bibliographie/Nachschlagewerke\W)
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL: http://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=122315
 
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