Cod. 118 (A) Flavius Josephus: Antiquitates Judaicae, lat., 0801 (ca.)-0815 (ca.) (Codex Produktionseinheit)

Archive plan context


Identifikation sachlich

Ref. code:Cod. 118 (A)
Title:Flavius Josephus: Antiquitates Judaicae, lat.
Contains also:Flavius Josephus: Antiquitates Judaicae, lat.
Blattzählung:Moderne Foliierung: 1-278
Format:34-34,5 x 21 cm
Language:Latein

Buchblock

Creation date(s):approx. 0801 - approx. 0815
Creation date(s), scattered dates:Feindatierung: Anfang 9. Jh. (Bischoff 1998), um 806 (Homburger 1962, aufgrund datierter Parallelhandschriften des Agambertus)
Entstehungsort:Frankreich: Fleury; vgl. das Exlibris
Material / Beschreibstoffe:Pergament
Material / Beschreibstoff Anm.:Kräftiges, gut geglättetes Pergament, praktisch ohne Fehlstellen.
Lagen:17 IV{136} + (IV+1){145}[f. 142 eingeschoben, s.unten Inhalt] + 16{273} + (II+1){278}[f. 275/276 und 277/278 sind möglicherweise Doppelblätter, aber infolge Falzrestaurierung unklar]. Lagensignaturen: Buchstaben A-Z, in Capitalis oder Unzialis, z.T. kreuzförmig mit Schnörkeln verziert, das 'h' doppelt (f. 64v, 72v); ab Lage 25 (f. 201v ff.) römische Ziffern XXV-XXXIIII.
Seiteneinrichtung:Einspaltig; Schriftspiegel 26,5-27 x 15,5-16 cm, 31-32 Zeilen, Blindlinierung, Punktierung am äusseren Rand des Textspiegels.
Schrift / Schreiber:Frühe karolingische Minuskel aus Fleury, mit hohen Ober- und Unterlängen (in der letzten Zeile oft nach unten verlängert); cc-a, insulare Abkürzungen (Details s. Homburger 1962). Titel und Incipits in hohlen Zierkapitalen vor- und frühkarolingischen Charakters sowie in roter und schwarzer Unziale; oben laufende Buchzählung in Unziale.
Schreiber: Agambertus, vgl. das (getilgte) Explicit f. 278v 'quem Agambertus presbyter ac monachus sancti Benedicti scripsit'; weitere Codices der Agambertus-Gruppe siehe bei Mostert; weitere Namen: Uualterius f. 1r und 259v, dort auch Rodulfus (am Rand blind).
Ausstattung / Buchschmuck:Reich ausgestattet mit bunten Titeln und Incipits*** sowie grossen Zierbuchstaben, in vorkarolingischem Stil; teilweise farbig unterlegt; einfache Initialen (Tinte) häufig gelb unterlegt, ab f. 16v auch rot; eine eigentliche Rubrizierung in hellrotem Zinnober beginnt erst f. 125ff.
Zierzeilen und -buchstaben, deren hohle Schäfte mit Rot, Pflanzengrün, Strohgelb oder (ab f. 69) Violett gefüllt und zumeist durch einen ausgesparten 'Sparren' gegliedert sind, lassen insbesondere die halbpalmettenförmigen Kürzungsstriche wie die pflanzenartigen Gebilde, die auf f. 2r, 35v, 47v die Zierzeilen abschliessen oder zwischen die Buchstaben eingefügt sind, die Herkunft von der merowingischen Buchkunst erkennen; das gleiche besagt das Fischmotiv mit geschuppter Halskrause und flossenförmigem Schwanz (z.B. P, 24v). Eine andere Stufe der Ornamentik wird vertreten durch die Zierbuchstaben, deren Stamm dem inneren Rand entlang von zwei Bändern durchzogen wird, die sich in wiederkehrenden Abständen zu gleichartigen, fest angezogenen Knoten verflechten (2r, 24v, 48r, 170r) oder der gefüllt wird durch stumpfwinklig gebrochene, die Innenfläche voll ausfüllende Bänder (vgl. das etwas iüngere St. Galler 'Stufenmotiv, f. 89v, 113v, 255r). Dazu mäanderförmige Verzierung der Vertikalbalken (142r, 143r, 174r) und fackelförmige, gegenständig ineinandergefügte Blattmotive (202v, 235v]. Im späteren Teil des Codex findet man federartige Staubfäden, die aus den Zwischenräumen der Blattlappen von entarteten Halbpalmetten hervorspriessen (170v, 174v, 202v), noch substanzloser sind die aus Schnörkeln und Punkten zusammengesetzten Ziergebilde, die von den Enden der kleineren Initialen sich tropfenartig ablösen (109v, 112v), ähnlich der Ausschmückung der Kostoden.
Initialen: f 2r: I, der ganzen Seite entlanggeführt, oben bilden zwei symmetrisch nach aussen gerichtete, naturalistische Tierleiber die Fortsetzung des Bandwerkes; 24v: P, doppelkonturiertes,beidseitig gelapptes Blatt am Auslauf des Stammes; 48r: J; 69v: H; 89v: M; 97: P; 100v: H; 112v: I, der von drei Achterknoten gefüllte Stamm endigt oben in eine dreigliedrige Blüte, nach unten schiesst aus einem von zwei eingerollten Blättchen gebildeten Kelch ein längliches, zugespitztes und in Schnörkel endigendes Blatt hervor; 113v T; 114v: P, Achterknoten; 118v: P (Stamm gefüllt wie 112v); 142r J; 143r: P, an den Enden doppelkonturierte Halbpalmetten; 170 v: D abgeleitete, vegetabile, kaum mehr verständliche Formen; 172r: C, entartete, zum gewellten Band umgebildete Halbpalmette; 174v: R, mit Sorgfalt ausgeführte Verwendung von bisher beschtiebenen Motiven; 186v: P (vgl. 112v); 202v: J; 210 v: A (vgl. 112v); 217v: C, völlig entartet und unverständlich; 235v: P (vgl. 202v); 255r: A (vgl. 89v, ausserdem herzförmige Tropfen mit zungenartigem, spitz zulaufendem Blatt.
Spätere Zusätze:Zahlreiche zeitgenössische Randglossen eines Lesers (aus Fleury?), oft in Trichterform. Gleichartige Randgossen finden sich auch in anderen Exemplaren, also organisierte Abschrift nach Vorlage.

Weitere Angaben

Person:betr. Schreiber: Agambertus (fl. ca. 806)
betr. Vorbesitzer: Fleury (F), Benediktinerkloster Saint-Benoît-sur-Loire
Bibliographie:Bischoff (1998); S. 113 (Nr. 537)
Homburger (1962); S. 42-44; Tafel 3
Mostert (1989); S. 57-58 (Nr. 78)
Scarpatetti (1983); Textbd. S. 192 (Nr. 527); Tafelbd. Abb 664
 

Descriptors

Entries:  Fleury (F), Benediktinerkloster Saint-Benoît-sur-Loire (Personen\Juristische Personen\F)
  Agambertus (fl. ca. 806) (Personen\Natürliche Personen\A)
  Mostert (1989) (Bibliographie/Nachschlagewerke\M)
  Scarpatetti (1983) (Bibliographie/Nachschlagewerke\S)
  Bischoff (1998) (Bibliographie/Nachschlagewerke\B)
  Homburger (1962) (Bibliographie/Nachschlagewerke\H)
 

Containers

Number:1
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=130651
 

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