Cod. 19 (A) Dionysius Areopagita (Pseudo-): Opera, lat., 1034 (ca.)-1066 (ca.) (Codex Produktionseinheit)

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Identifikation sachlich

Ref. code:Cod. 19 (A)
Title:Dionysius Areopagita (Pseudo-): Opera, lat.
Contains also:Dionysius Areopagita (Pseudo-): Opera (Übertragung von Johannes Scotus Eriugena), lat.
Blattzählung:Moderne Foliierung: 1-68
Format:39,5 x 25 cm
Language:Latein

Buchblock

Creation date(s):approx. 1034 - approx. 1066
Creation date(s), scattered dates:Feindatierung: 2. Drittel 11. Jh. (laut Guy Lobrichon unpubl.); 2. Hälfte 11. Jh. (Homburger)
Entstehungsort:Frankreich: Fleury? (laut E. Pellegrin); Nord Bourgogne (laut Guy Lobrichon unpubl.)
Material / Beschreibstoffe:Pergament
Material / Beschreibstoff Anm.:Sprödes, verschieden starkes Pergament (Ziege?); Blattränder unregelmässig beschnitten (alt)
Lagen:III{6} + IV{14} + 2 III{26} + IV{34} + 5 III{64} [nach f. 52 fehlt vermutlich eine Lage] + II{68}; keine Lagensignaturen.
Seiteneinrichtung:f. 1ra-vb zweispaltig; Schriftspiegel 28,5 x 17 (7,5 + 8,5) cm, 42 Zeilen; Blindlinierung
f. 2r-68v einspaltig; Schriftspiegel 28-29 x 13-15,5 cm sowie 6-7 cm breite Randspalte für die bisweilen auch unterhalb des Textes geschriebenen Glossen, 40-42 Zeilen (Glossenspalten teilweise dito, teilweise auch halb so gross, also 80 Zeilen und mehr, teilweise auch gar nicht liniert); Blindlinierung, in der Glossenspalte teils auch mit Tinte; Punktierung am äusseren Rand.
Schrift / Schreiber:Spätkarolingische Minuskel mit frühgotischen Eigenheiten, f. 1 sehr gepflegt, danach von unterschiedlicher Qualität, griechische Wörter eingestreut; Überschriften in Capitalis rustica, teils mehrfarbig und gelb hinterlegt, am Textbeginn jeweils einige Worte in Unzialis. Buchstaben verschiedener Alphabete als Verweiszeichen für die Glossen (zunächst teilweise, ab f. 26 durchwegs in Rot, im hinteren Teil Leerzeilen in den Glossen z.T. durch rote Horizontalstriche ausgefüllt).
Ausstattung / Buchschmuck:Sorgfältig geschmückt (rot, grün, gelb, blau) mit einer grössere figürlichen Initiale (f. 1r, s.u.) in romanischem Stil*** sowie 35 mehrfarbigen ornamentalen Initialen, gebildet aus Verschlingung von Blattwerk, Tierleibern und Figuren (f. 2r, 3v, 4v, 5r, 7r, 8r, 9r, 9r, 9v, 11r, 12r, 13r, 13v, 14r, 14r, 16r, 16r, 18v, 21r, 23r, 35r, 35r, 38r, 40v, 43r, 43v, 45r, 49r, 49r, 49r, 54v, 56r, 56v, 60r, 61v); daneben zahlreiche kleinere mehrfarbige Initialen, mit Palmblättern etc. verziert - (ausführliche Beschreibung bei Homburger II). Ausserdem zahrleiche mehrfarbige federgezeichnete Schemata in den Glossenspalten (f. 7v, 8r, 9r, 11r, 12v, 22r, 24v, 29r, 30r, 30v, 33r, 34v, 35r, 40r, 46r, 47r, 56r).
Bilder / Malerei / Maler:Texte aus Homburger II (gekürzt): f. 1r: Anstelle des die Praefatio des Anastasius einleitenden I(nter) eine von vorn gesehene Figur auf den hierfür ausgesparten Rand gesetzt, die mit weissem Untergewand, grünlichem Obergewand und bläulichem, rotgerandetem Mantel bekleidet ist: durch den roten, blaugerahmten Nimbus wird sie als Heiliger charakterisiert. Die Linke ist zum Segnen erhoben, mit der Rechten hält sie einen Krummstab, der dem Schüler des Paulus Dionysius Areopagita, als Bischof von Athen, wie seinem Namensvetter, dem ersten Bischof von Paris und Schutzheiligen des Klosters St. Denis zusteht; diese beiden Figuren sind mit dem Verfasser der in unserem Kodex enthaltenen Schriften (Dionysius Pseudo-Areopagita) von Abt Hilduin von St. Denis zu einer einzigen Gestalt verschmolzen worden.

Die Initialornamentik ist generell zusammengesetzt aus vegetabilen und zoomorphen Elementen in einer Synthese, für die Parallelen im Bereich des veröffentlichten Materials nicht festgestellt werden konnten. Die Buchstaben sind vorwiegend aus lockerem, weitmaschig verflochtenem Bandwerk gebildet ... in das Rankengeflecht sind Köpfe oder ganze Körper von Tieren - zumeist Hunden - verwoben, die häufig das Gerüst des Buchstabens ersetzen (Bezüge zur älteren vorkarolingischen Tradition). Rankenstiele und Blattwerk sind überwiegend aus dem Pergament ausgespart, selten werden sie mit einer grünlich-grauen Farbe bedeckt, deren schwerfälliger und fleckiger Auftrag offenbar darunter leidet, dass das Pergament nicht genügend geglättet ist. Neben diesem Ton, der bis zum Schieferblau variiert, werden ein bräunliches wässeriges Gelb, Zinnober und ein lichtes Grün verwandt, um den meist zum Viereck erweiterten Grund der Buchstaben zu kolorieren oder wenigstens die Konturen mit einem farbigen Streifen zu begleiten. Der Hintergrund wird nicht linear begrenzt, auch da, wo zwei Farbzonen aneinanderstossen, gehen sie ohne trennende Leiste ineinander über. Auch bei den einfachen, in Rot gezeichneten Kapitalen am Beginn der Abschnitte ist der Zwischenraum in gleicher Weise angetuscht. Grössere Blätter werden häufig durch haarfeine, braune Striche schraffiert; ähnliches begegnet in Erzeugnissen der Schreibschule von Limoges, im übrigen ist die Produktion des Süd(westens), die wir uns nicht sehr reich vorstellen dürfen, kaum erforscht.
Spätere Zusätze:Buchzählung und -titel jeweils am oberen Rand sowie, von anderer Hand, auf f. 9v, 16v, 21v-22r Kommentare in gotischer Kursive des 14. Jh.(?)

Weitere Angaben

Bibliographie:Mostert (1989); S. 49 (Nr. 022)
 

Descriptors

Entries:  Mostert (1989) (Bibliographie/Nachschlagewerke\M)
 

Containers

Number:1
 

Usage

Permission required:Burgerbibliothek Bereichsleitung
Physical Usability:Sonderfall (Codices)
Accessibility:Nach Rücksprache
 

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URL: http://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=130803
 

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