Nachlass Eugen Thierstein, 1902-1999 (Bestand)

Archive plan context


Title:Nachlass Eugen Thierstein
Creation date(s):1902 - 1999
Bestandesgeschichte / Charakterisierung:Der Bestand blieb im Arbeitsraum von Eugen Thierstein, bis er durch seine Tochter an die Burgerbibliothek übergeben wurde.

Bewertung:
Es wurden nicht alle Negative des Nachlasses in die Sammlung der Burgerbibliothek übernommen. Die Bewertung richtete sich nach folgenden Kriterien:
Übergeordneter Grundsatz: Mit diesem Bestand wird die Arbeit von E. Thierstein dokumentiert, und nicht in erster Linie einzelne Themen. Daraus folgt:
Es wurden nicht einzelne Themen kassiert. Die thematische Vielfalt von Thiersteins Arbeit soll sichtbar bleiben.
Einzelnegative:
Kassiert wurde innerhalb der einzelnen thematischen Serien dort, wo mehrere mehr oder weniger identische Aufnahmen bestanden. Zur Illustration der Arbeitsweise wurden einzelne Serien vollständig aufbewahrt.
Sich unterscheidende Aufnahmen wurden dann teilweise kassiert, wenn immer dieselben Motive erschienen (Badeszenen, Menschenmengen, Zweige mit Kirschblüten, nicht mehr identifizierbare Gäste an Anlässen etc.).
E. Thierstein hat selbst gelegentlich Negative ausgeschieden und mit „nobis“ oder ähnlichen Bezeichnungen beschriftet. Diese wurden nach einer Durchsicht (man weiss ja nie…) ebenfalls kassiert.
Es gab einzelne wenige Negative, deren Zerfallsprozess so weit fortgeschritten war, dass sie nicht mehr zu retten waren. Es handelte sich um Einzelfälle, deren Wegfall das Gesamtbild nicht beeinträchtigt. Sie wurden ebenfalls kassiert.
Die Kontaktabzüge zu den Negativen, wenn vorhanden, wurden vollständig aufbewahrt. Es kann deshalb sein, dass es bei einzelnen Serien mehr (oder andere) Abzüge als Negative hat.
Rollfilme:
Diese werden vollständig aufbewahrt. Der Grund besteht darin, dass das Findmittel zu jedem Film die nötigen Angaben liefert. So können auch heute noch in den meisten Fällen die interessierten Nachfahren die Bilder zu den Hochzeiten ihrer Eltern/Grosseltern auffinden. Die Namen in Verbindung mit Ort und Datum lassen dies zu.

Erschliessung:
Für die Erschliessung der Rollfilme gibt es als Hilfsmittel zwei maschinenschriftliche Inventare. Die 4850 Rollfilme waren auf Spulen zu jeweils etwa 20 Filmen aufgerollt; viele hat Thierstein mit Klebeband zusammengeklebt. Diese Klebestreifen wurden vielfach nicht entfernt, da sich der Leim nicht vom Film lösen lässt. Die Einzelnegative waren serienweise in (meist beschriftete) Negativcouverts verpackt; allerdings waren in vielen Fällen die einzelnen Negative nicht separat verpackt, so dass die ursprüngliche Reihenfolge nicht mehr ersichtlich ist. Es wäre zu aufwendig gewesen, jede Aufnahmenserie nach inhaltlichen Kriterien nach der mutmasslichen Originalreihenfolge zu ordnen. Für die Einzelnegative hat Thierstein eine Kartei mit teilweise recht detaillierten Informationen geführt. Geordnet waren die Einzelnegative nach Sachthemen; quer dazu gibt es eine Nummerierung, die jedoch mit der thematischen Ordnung nichts zu tun hat. Um die Denk- und Arbeitsweise von Eugen Thierstein sichtbar zu machen, wurden die Ordnung und die Nummerierung übernommen, nach der er seine Negative aufbewahrt hatte. Da rund 7000 Einzelnegative kassiert wurden, entstehen in der Nummerierung Lücken. Diese wurden so belassen, damit der Zusammenhang zwischen der Nummerierung und der Kartei von Thierstein weiterhin bestehen bleibt. Da die Rollfilme und die Einzelnegative unterschiedlichen Ordnungen folgten, werden sie auch in der Datenbank getrennt aufgeführt. Die Titel der Serien mit den Einzelnegativen entsprechen denjenigen in der Kartei von Thierstein.
Thierstein hat öfter Reportagen geschrieben respektive illustriert. Wenn diese online zugänglich sind, wurde jeweils auf der Stufe "Konvolut" ein link zur entsprechenden Publikation gemacht.

Thierstein muss Angestellte gehabt haben, die ebenfalls für sein Atelier fotografierten. Das wird vor allem daraus ersichtlich, dass oft von einzelnen Tagen viele Hochzeitsreportagen von ganz unterschiedlichen Orten vorliegen. Wenn nicht klar ist, wer wo fotografiert hat, werden die Filme unter seinem Namen verzeichnet.
Aus finanziellen Gründen und weil es sowieso nicht in jedem Fall sinnvoll ist, wurden nicht alle Aufnahmen digitalisiert. Ausgeschlossen wurden Sujets,
- die sich öfter wiederholen (z.B. mehrere Ansichten des gleichen Objekts)
- die nicht genau bestimmt werden können (z.B. nicht lokalisierte Orte/Landschaften, Gäste an Vernissagen und Empfängen u.ä.)
- die keine neuen Erkenntnisse bringen (Hunde, Katzen, Kirschblüten etc.)
- die überhaupt nicht zur Sammlungspolitik der Burgerbibliothek passen (Ausland, Autosalon Genf etc.)

E. Thierstein hat bei der Ablage seiner Negative nicht zwischen privaten Aufnahmen und Kundenaufträgen unterschieden. Deshalb ist in vielen Fällen nicht klar, ob die Fotos eigener Initiative entsprangen oder ob sie auf einen Auftrag zurückgehen.

Atelierstandorte:
Rathausgasse 4
Kramgasse 15
Amthausgasse 8
Amthausgasse 4 (Firma Thierstein + Co., mikrofilma)
Sulgeneckstrasse 6 (nach Abbruch Amthausgasse)

Die Aufarbeitung des Nachlasses von Eugen Thierstein wurde durch einen substantiellen Beitrag von Memoriav unterstützt.

Bestandesbeschreibung

Person:Bestandesbildner: Thierstein, Eugen (1919-2010)
Level of description:Detailliert
Finding Aid Form:Digital
Quality of finding aid:Vollinventar
Level:Bestand
 

Descriptors

Entries:  Thierstein, Eugen (1919-2010) (Personen\Natürliche Personen\T)
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=361509
 

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