Signatur: | FA Stettler |
Titel: | Familienarchiv Stettler |
Entstehungszeitraum: | 16. Jh. - 2020 |
Bestandesgeschichte / Charakterisierung: | Zur Geschichte der Familie Das noch bestehende bernburgerliche Geschlecht geht zurück auf Wilhelm Stettler, der 1528 in der Gesellschaft zu Ober-Gerwern das Stubenrecht erhielt und 1541 in den Grossen Rat gewählt wurde. Familienmitglieder waren als Gross- und Kleinräte am Regiment beteiligt. Auch in den Soldienst begaben sich Angehörige im 18. und 19. Jahrhundert. 1716 wurde der Familie von Kaiser Karl VI. ein Adelsbrief ausgestellt. Im Ancien Régime und in späterer Zeit waren mehrere Mitglieder Pfarrer oder Juristen, weitere widmeten sich der bildenden Kunst respektive der Architektur.
Bestandesanalyse Das Archiv der Familie Stettler beinhaltet genealogisches Material und umfangreiche Unterlagen zur 1817 gegründeten Familienkiste, die bis heute als Stiftung existiert. Den bedeutendsten Teil machen die Unterlagen zu einzelnen Angehörigen der Familie und verwandter Familien, insbesondere der von Graffenried aus. Die ältesten Unterlagen stammen vom Chronisten Michael Stettler (1580-1642), die jüngsten aus der Generation seines Namensvetters im 20. Jahrhundert, des Architekten Michael (1913-2003), und von dessen Geschwistern.
Neben den für Familienarchive üblichen persönlichen Papieren, Unterlagen zur beruflichen und amtlichen Tätigkeit der Mitglieder sowie einer umfangreichen Korrespondenz sind für das Familienarchiv Stettler der bedeutende Anteil an Grafik sowie die Fotos hervorzuheben, deren Provenienz sich teilweise auf verwandte Familien zurückführen lässt, so etwa die erwähnenswerten Zeichnungsalben von Karl Adolf Otth (1803-1839). Die Tagebücher der Henriette Herport (1738-1805) (vgl. FA Stettler 12.1-12.5), die mit dem Kleinrat und Deutsch-Seckelmeister Rudolf Stettler (1731-1825) verheiratet war, verdienen als Selbstzeugnisse einer Berner Patrizierfrau vom Kindes- bis ins höhere Erwachsenenalter sicherlich besondere Aufmerksamkeit. Die Bände stehen auch als Digitalisate zur Verfügung (vgl. Link beim einzelnen Dossier). Aufgrund der dichten Überlieferung an Korrespondenz von Eduard (1803-1879), dessen Sohn Eugen (1840-1913) und der Enkel- sowie Urenkelgeneration mit Wilhelm (1877-1949) respektive Michael (1913-2003) lässt sich besonders die meist im Ausland verbrachte Studienzeit der angehenden Architekten nachvollziehen. Anders als die Korrespondenz und weiteren Unterlagen zu Wilhelms Schwestern Klara (1869-1947) und Anna (1871-1945), die als Lehrerinnen arbeiteten, und der Diakonisse Lydia (1874-1962) ist die in Paris lebende Künstlerin Martha nur spärlich mit Archivalien vertreten. Das Familienarchiv enthält jedoch eine grafische Sammlung mit Werken, die hauptsächlich aus ihrer Studienzeit stammen. Mehr überliefert hat sich zur Schwester Marie-Louise (1872-1931), die ebenfalls eine Kunstausbildung genoss und sich als Malerin betätigte. Neben der Korrespondenz zwischen Familienmitgliedern ist der Briefverkehr Eugens (1840-1913) mit angehenden berühmten Architekten und Künstlern hervorzuheben, die meist wie er an der École des Beaux-Arts in Paris studiert haben, so etwa Charles Garnier (1825-1898), Jean-Louis Pascal (1837-1920) oder der franco-amerikanische Architekt James Freret (1838-1897).
Bestandesgeschichte Über den ehemaligen Direktor des Bernischen Historischen Museums und seine Nachfahren gelangte denn auch der grösste Teil des Familienarchivs zunächst als Depot an die Burgerbibliothek Bern und ging infolge der letztwilligen Verfügung des Deponenten in ihr Eigentum über. Mit einem der Nachträge wurde auch der Nachlass Michael Stettlers übernommen (vgl. N Michael Stettler). Bereits seit 1949 in der Burgerbibliothek Bern befinden sich dagegen die unter Mss.h.h.XLIII.11-16 aufbewahrten Tagebücher, Haus- respektive Kassenbücher von Karl Ludwig (1741-1798), seinem gleichnamigen Sohn (1773-1858) und Albrecht (1774-1856).
Erschliessung Die Signaturen FA Stettler 1-33 basieren auf einem bereits in den 1990er Jahren erstellten Inventar. Die umfangreichen Nachträge ab dem Jahr 2005 wurden gemäss neuer Ordnungsstruktur erschlossen.
Februar 2020; April 2022; April 2024 Ariane Huber |
Umfang: | 8 Laufmeter |
Bestandesbeschreibung |
Person: | Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Stettler (Familie); Burger von Bern, Ober-Gerwern, 1325/1528 |
Bibliographie: | Stettler-Häberlin (2016) |
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Rechtsform: | Natürliche Person |
Erschliessungsgrad: | Detailliert |
Findmittel-Form: | Digital |
Findmittel-Qualität: | Vollinventar |
Stufe: | Bestand |
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Deskriptoren |
Einträge: | Stettler (Familie); Burger von Bern, Ober-Gerwern, 1325/1528 (Personen\Natürliche Personen\St) |
| Stettler-Häberlin (2016) (Bibliographie/Nachschlagewerke\St) |
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Behältnisse |
Anzahl: | 11 |
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Verwandte Verzeichnungseinheiten |
Verwandte Verzeichnungseinheiten: | siehe auch: Mss.h.h.XLIII.11 (Bernhard) Albrecht Stettler (1774-1856): Tagebuch, 1774.03.06-1856.10.20 (Konvolut/Codices/Bände)
siehe auch: Mss.h.h.XLIII.12 Miscellanea und Lebenserinnerungen 1792-1858, 1792-1858 (Konvolut/Codices/Bände)
siehe auch: Mss.h.h.XLIII.13 Stettler, Karl Ludwig (1773-1858), Tagebuch 1795-1803, Bd. II-V, 1795-1803 (Konvolut/Codices/Bände)
siehe auch: Mss.h.h.XLIII.14 Stettler, Karl Ludwig (1773-1858), Kassabuch 1851-1858, 1851-1858 (Konvolut/Codices/Bände)
siehe auch: Mss.h.h.XLIII.15 Stettler, Rudolf (1731-1824), Hausbuch / Kassabuch 1766-1800, 1766-1800 (Konvolut/Codices/Bände)
siehe auch: Mss.h.h.XLIII.16 Stettler, Karl Ludwig (1741-1798) und Stettler, Karl Ludwig (1773-1858), General-Inventarium, s. d. (sine dato) (Konvolut/Codices/Bände)
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Benutzung |
Erforderliche Bewilligung: | Keine |
Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=121596 |
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