Signatur: | N Hans Hartmann |
Titel: | Nachlass Hans Hartmann (1913-1991) |
Entstehungszeitraum: | 20. Jh. |
Bestandesgeschichte / Charakterisierung: | Hans Hartmann, Grafiker, geboren 1913 in Villnachern, gestorben 1991 in Heiligenschwendi. Nach dem Schulbesuch in Villachern und Schinznach und der Mitarbeit im Reklamebüro der Schuhfabrik Bally 1930-1932 in Schönenwerd begann Hartmann 1932 die Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich und absolvierte 1933-1936 als Werkstudent die Fachklasse Grafik. An der Kunstgewerbeschule lernte er Rita Casal kennen, die sich dort ebenfalls zur Grafikerin ausbilden liess und mit der Hartmann nach der Heirat 1943 gemeinsame Projekte ausführte. 1936 arbeitet er in Bern in einem gemeinsamen Atelier zusammen mit Hans Fischer, ab 1938 im eigenen Atelier in Bern und ab 1964 im Grafikatelier im eigenen Haus in Köniz. Hans Hartmann war von 1938-1952 für die Schaufensterdekoration des Sportgeschäfts Vaucher zuständig, weiter folgten Arbeiten für die PTT, die SBB (u.a. das aktuelle SBB-Signet von 1972), die Swissair und das Verkehrshaus Luzern. Er konzipierte und gestaltete Ausstellungshallen, oft zusammen mit seinem Freund dem Grafiker Adolf Flückiger, etwa für die HOSPES Bern und für die Abteilung Wehrwesen an der Landesausstellung 1939 und die Halle «Bahnen» an der Expo 64. Er entwarf Plakaten und Mahnwänden zur Verkehrssicherheit. Ab Mitte der 1950er-Jahre bis 1991 gestaltete er über 50 Briefmarken. 1988 wurde er Wettbewerbssieger mit der „Pro Aero“-Briefmarke. 1991 entwarf er zum 700-Jahr-Jubiläum die Briefmarke «Schweiz-USA»Für öffentliche und private Bauten schuf er Kunst am Bau, so 1944-1946 zusammen mit Rita Hartmann die Sgraffiti an der Polygonstrasse in Bern und 1964 die Glasfenster der Kirche Zäziwil. Auch die grafische Gestaltung von Büchern, Broschüren, Zeitschriften und Jahresberichten im Auftrag von industriellen und gewerblichen Unternehmen, Versicherungen, Banken, der Bundesverwaltung, und der kantonalen und städtischen Verwaltung war Teil seines Wirkens. In der Freizeit malte Hartmann Aquarelle, darunter die Serie „Berner Spycher“, die auch in Buchform erschienen ist.
Der Bestand umfasst hauptsächlich eine grosse Sammlung der werbegrafischen Arbeiten Hans Hartmanns, eine fotografische Werkdokumentation und eine Auswahl an künstlerischen Werken, meist Aquarelle. Persönliche Dokumente sind im Bestand nicht enthalten. Der 3 Laufmeter und 8 Planschränke umfassende Bestand war vor der Übernahme bereits von seiner Tochter grob geordnet und teilweise erschlossen worden. Die Angaben aus den von Fanny Hartmann erstellten Listen, insbesondere zu den Werbegrafikentwürfen und zur fotografischen Werkdokumentation, sind in den Archivkatalog (Feld Inhalt) übernommen worden.
Die Burgerbibliothek erhielt den Nachlass Hans Hartmann 2003 als Schenkung seiner Tochter.
Mai 2022 Ruth Stalder |
Umfang: | 3 Laufmeter |
Bestandesbeschreibung |
Person: | Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Hartmann, Hans (1913-1991) |
Bibliographie: | HLS (Internet) |
| Hartmann (1993) |
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Rechtsform: | Natürliche Person |
Erschliessungsgrad: | Detailliert |
Findmittel-Form: | Digital |
Findmittel-Qualität: | Vollinventar |
Findhilfsmittel: | Von Fanny Hartmann 2003 erstellte Verzeichnisse (Excel-Listen), insbesondere zu den Werbegrafikentwürfen und zu Fotografien. Die Listen sind im Bestandsdossier G 2020-572 abgelegt. |
Stufe: | Bestand |
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Deskriptoren |
Einträge: | Hartmann, Hans (1913-1991) (Personen\Natürliche Personen\H) |
| HLS (Internet) (Bibliographie/Nachschlagewerke\H) |
| Hartmann (1993) (Bibliographie/Nachschlagewerke\H) |
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Behältnisse |
Anzahl: | 9 |
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Benutzung |
Erforderliche Bewilligung: | Keine |
Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
Zugänglichkeit: | Benutzungserklärung |
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URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=122380 |
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