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N Wilhelm Stein Nachlass Wilhelm Stein (1886-1970), 19. Jh.-20. Jh. (Bestand)
Signatur: | N Wilhelm Stein |
Titel: | Nachlass Wilhelm Stein (1886-1970) |
Entstehungszeitraum: | 19. Jh. - 20. Jh. |
Bestandesgeschichte / Charakterisierung: | Wilhelm Stein kam am 6. August 1886 als Sohn des Philosophen Ludwig Stein (1859–1930) und der Auguste Ehrlich, Tochter des Grosskaufmanns Adolf Ehrlich, in Zürich zur Welt. Er wuchs zusammen mit drei Brüdern und zwei Schwestern in der «Villa Schönburg» in Bern auf. Dort besuchte er zuerst die Schmidschule (1892–1894), dann die Aeschbacherschule (bis 1896) und schliesslich das städtische Progymnasium und das Gymnasium, welches er 1904 mit der Literaturmatura abschloss. Danach studierte Stein von 1904 bis 1906 in München, 1906 je ein Semester in Bern und an der Sorbonne in Paris, wonach er sich an der Universität Freiburg im Breisgau immatrikulierte. Ab 1908 nahm sich Stein eine Pause im Studium und wandte sich der Landwirtschaft zu. Zuerst begab er sich auf Dohrn’sche «Gut Wilhelmshof» bei Prenzlau in der Uckermark, dann auf das Rittergut Koppinitz in Oberschlesien. 1910 erwarb Stein das Landgut «Obere Klus» bei Pfeffingen in Basel-Land. Allerdings nahm das Interesse Steins an der Landwirtschaft bald ab. Noch 1910 nahm er das Studium wieder auf und immatrikulierte sich an der Universität Basel, wo er – nach einem Aufenthalt an der Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin – 1916 mit einer Dissertation über Die Erneuerung der heroischen Landschaft nach 1800 mit magna cum laude promovierte. Ab 1925 war Wilhelm Stein Privatdozent und ab 1946 Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der Universität Bern. Von Steins vielseitigen literarischen Interessen zeugt seine Freundschaft mit Stefan George, zu dessen engeren Kreis der Anhänger er gehörte. 1910 heiratete Wilhelm Stein in Breslau Helene Böhm. Die Ehe wurde nach drei Jahren wieder aufgelöst. Der Kontakt zwischen Stein und Helene, die später Franz Rapp heiratete und in die USA emigrierte, blieb aber lebenslang bestehen.
Der Nachlass des Kunsthistorikers Wilhelm Stein umfasst nebst persönlichen Papieren und Materialien zur seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit auch eine umfangreiche Korrespondenz. Neben dem Briefwechsel mit seiner ehemaligen Ehefrau unterhielt Stein unter anderem intensive Korrespondenzen mit dem Schweizer Kunstmaler Viktor Surbek, dem Journalisten Hermann Böschenstein, dem Literaturwissenschaftler Bernhard Böschenstein, dem Bildhauer Max Fueter und mit dem Glasmaler Paul Zehnder.
Der Bestand gelangte zusammen mit dem Nachlass Michael Stettler 2005 als Geschenk in die Burgerbibliothek Bern.
Juli 2020 Nadja Ackermann |
Umfang: | 6 Laufmeter |
Bestandesbeschreibung |
Person: | Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Stein, Wilhelm (1886-1970) |
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Rechtsform: | Natürliche Person |
Erschliessungsgrad: | Detailliert |
Findmittel-Form: | Digital |
Findmittel-Qualität: | Vollinventar |
Stufe: | Bestand |
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Deskriptoren |
Einträge: | Stein, Wilhelm (1886-1970) (Personen\Natürliche Personen\St) |
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Behältnisse |
Anzahl: | 1 |
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Benutzung |
Erforderliche Bewilligung: | Keine |
Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=122569 |
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