|
Cod. 101 (A) Isidorus: Etymologiae, lat., 0801 (ca.)-0880 (ca.) (Codex Produktionseinheit)
Identifikation sachlich |
Signatur: | Cod. 101 (A) |
Titel: | Isidorus: Etymologiae, lat. |
Darin: | Isidorus: Etymologiae, lat. |
Blattzählung: | Moderne Foliierung: I, 1-170 (inkl. der Papierblätter f. 77-80); f. 28a, 29a: angenähte kleinere Blätter. |
Format: | 33-34 x 24-26 cm, unregelmässige Blattränder, jetzt grössenteils angefasert; Papierblätter f. 77-80: ca. 30 x 23 cm, Büttenränder |
Sprache: | Latein |
|
Buchblock |
Entstehungszeitraum: | ca. 0801 - ca. 0880 |
Entstehungszeitraum, Streudaten: | 1. Drittel 9. Jh. (Homburger 1962); 9. Jh., 1./2. Drittel (Bischoff 1998); vor 880, Theodulf (V.v. Büren: Sigle "B"). |
Entstehungsort: | Frankreich: Loire-Gegend (Homburger 1962, Bischoff 1998); Fleury (Mostert 1989); Orléans, laut V.v. Büren, mdl. 2005. |
Material / Beschreibstoffe: | Pergament |
| Papier |
Material / Beschreibstoff Anm.: | Pergament (Ziege?) unterschiedlicher Dicke, verschiedene alte Nähte und Löcher; f. 77-80: Papier, sehr dick, 2°; Wasserzeichen: zwei Kreise, gequert von Linie, in lateinischem Kreuz endend (vgl. Briquet 3182: Troyes 1368, wohl in Nachahmung früherer italienischer Erzeugnisse in der Champagne hergestellt). |
Lagen: | (IV-1){7}[vom ersten Blatt Reste (14x11,5 cm) vorhanden: f. I] + 8 IV[71] + (IV+II){85}[f. 77-80 eingelegte Papierblätter] + 8 IV{149}[f. 120, 123 aneinandergenähte Einzelblätter] + III{155}[kein Textverlust] + IV{163} + (IV-1){170}[letztes Blatt wohl abgeschnitten]. Lagenbezeichnungen:, Reste von 2 Systemen: 1) auf dem letzten verso, unterer Rand: originale römische Kustoden 'Q (oder q) ii bis xvi' (z.B. f. 15v, 47v, 93v, 101v, 109v, 133v); 2) auf dem ersten recto, unten, mit Blei von spätmittelalterlicher Hand (14. Jh.), die auch die Bücher zählt, eingetragen: Alphabet 'C bis R' (f. 16r, 24r, 32r, 40r, 48r, 56r etc. bis 134r). |
Seiteneinrichtung: | Zweispaltig, Schriftspiegel 24,5-26 x 19-20 (8,5-9,5) cm, meist 40 Zeilen (f. 89-90 nur 34 Zeilen), Blindlinierung N.S., Punktierung am Rand. |
Schrift / Schreiber: | Karolingische Minuskel mehrerer guter Hände. Häufig N-Capitalis mitten im Wort. Der Anfang des Widmungsbriefes (f. Ir) in roter und schwarzer, mit Gelb und Rot ausgefüllter monumentaler Capitalis, die übrigen Überschriften zumeist in roter Rustica (vgl. bes. f. 84r) oder Unzialis, z.T. mit halbunzielen Elementen; Buch- und Kapitelanfänge in Tinteninitialen, einige vergrössert und gespalten. |
Ausstattung / Buchschmuck: | Rest des Anfangsblattes in prächtig rot und gelb verzierter Kalligraphie*** (s. oben Schrift), ansonsten Titel und Kapitelzählung sowie gelegentlich Incipits und Explicits rubriziert in zwei verschiedenen Rottönen, einige Initialen rot gefüllt. |
Bilder / Malerei / Maler: | In Buch IX, 6 sind drei ganzseitige Verwandtschaftstafeln eingeschaltet: 87r: 'Item de predictis adfinitatibus': Drei Interkolumnien, die nach oben durch Hufeisenbögen abgeschlossen sind. Anstelle der Basen treten aus Liniengeflecht und Blattwerk zusammengesetzte Gebilde; das Gerüst des hufeisenförmig abgeschlossenen Rahmens ist in primitiver Weise rötlich und grau getönt. 87v: Arbor consanguinitatis (Lindsay, Stemma II), mit pyramidenförmiger Krone, Stamm und einer aus tektonischem Bedürfnis hinzugefügten, mit Ornament ausgestatteten Basis. Innerhalb der Baumkrone sind sieben Verwandtschaftsgrade in Vierecke eingetragen, in der Mittelachse folgen sich - in zwei parallelen senkrechten Reihen, die männlichen und weiblichen Grade der direkten Aszendenz und Deszendenz. An den Ecken der stufenförmigen Baumsilhouette und der Basisteile spriessen stilisierte Blätter hervor. 88r: Trapezförmige, durch diagonal geführte Treppenlinien geteilte Vetwandtschaftstafel für 6 Grade (Lindsay Stemma I), auf einem - nur dekorativen Zwecken dienenden - Pfeiler und dadurch zum Baum erweitert. Auf den einzelnen Gliedern der mit tektonischem Gefühl abgestuften Basis sind eine arabeskenartige Wellenranke und ein zweiteiliges Geflecht im Pergament ausgespart; das gleiche Rankenmotiv rahmt zwiefach den Stamm ein, seine dunkelbraune Füllung wird von feinem, spitzwinklig gebrochenem Geflecht durchzogen, das am oberen Ende einen Tierkopf erkennen lässt. Einfachere Schemata mit Tinte: f. 25v-26v zur Mathematik und Geometrie, f. 29av Scheibe (6 cm) mit Angabe des Ortes der Sonnenauf- und untergänge zu verschiedenen Jahreszeiten, f. 119va T-O-Erdkarte (2,5 cm). |
Spätere Zusätze: | f. 170v schlecht erhaltene Eintragungen 10./11. Jh. Spätmittelalterlich (ca. 14. Jh.) annotiert: Buchzählung in römischen Zahlen, mit Blei als Kolumnentitel eingetragen; Notizen zu den Tieren f. 103r unten; Titelnotiz von der Hand M. Wilds, f. 1r oben |
|
Weitere Angaben |
Person: | Fleury (F), Benediktinerkloster Saint-Benoît-sur-Loire |
Bibliographie: | Bischoff (1998); S. 112 (Nr. 532) |
| Mostert (1989); S. 57 (Nr. 74) |
|
|
|
Deskriptoren |
Einträge: | Bischoff (1998) (Bibliographie/Nachschlagewerke\B) |
| Mostert (1989) (Bibliographie/Nachschlagewerke\M) |
| Fleury (F), Benediktinerkloster Saint-Benoît-sur-Loire (Personen\Juristische Personen\F) |
|
Behältnisse |
Anzahl: | 1 |
|
Benutzung |
Erforderliche Bewilligung: | Keine |
Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
Zugänglichkeit: | Öffentlich |
|
URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=131177 |
|
Social Media |
Weiterempfehlen | |
|
|