Cod. 354 (A) Sammelbd.: Dits et fabliaux, Sept sages de Rome, Chrétien de Troyes: Le conte du Graal (Perceval), franz., 13. Jh. (ca.) (Codex Produktionseinheit)

Archive plan context


Identifikation sachlich

Ref. code:Cod. 354 (A)
Title:Sammelbd.: Dits et fabliaux, Sept sages de Rome, Chrétien de Troyes: Le conte du Graal (Perceval), franz.
Contains also:Sammelbd.: Dits et fabliaux, Sept sages de Rome, Chrétien de Troyes: Le conte du Graal (Perceval), franz.
Blattzählung:Alte Blattzählung in gotisch-arabischen Zahlen des 14./15. Jh. auf f. 1–205 [f. 13a wurde bei der Zählung übersehen – es fehlen heute f. 4–5 (= innerstes Doppelblatt der 1. Lage) sowie auf f. 176–183 (= 1 Lage)]; die Zählung f. 206–283 wurde um 1700 ergänzt (möglicherweise wurden 2 Codices damals zu einem vereinigt).
Format:23,5–24 x 16,5–17 cm, ungleichmässig beschnitten.
Language:Französisch

Buchblock

Creation date(s):approx. 13th cent.
Creation date(s), scattered dates:2. Viertel 13. Jh. (Busby 1993a; Collet 2002); Anfang 14. Jh. (Rychner 1984, Rossi 1983, u.a.)
Entstehungsort:Nord-Ostfrankreich: Bourgogne (Rychner 1960, Busby 1993a, Collet 2002); vorgeschlagen wurden auch: Lorraine (Hilka, Väänänen, Walters-Gehrig, Nardin), Champagne (Johnston/ Owen).
Material / Beschreibstoffe:Pergament
Material / Beschreibstoff Anm.:Ziemlich grobes Pergament mit diversen, meist kleineren Löchern.
Lagen:III{8} [das innerste Doppelblatt der Lage fehlt] + 33 IV{279} [inkl. f. 13a; nach f. 175 fehlt eine Lage; die 5 Quaternionen f. 136–175 sind verbunden (sie gehören zwischen f. 55 und 56)] + II{283}. Im ersten Teil (f. 1–207) Lagenzählung mit römischen Zahlen (f. 8v: Ius, 15v: IIus, 23v: IIIus, 31v: IVus, 39v: Vus, 47v: VIus, 55v: VIIus, danach keine mehr) sowie Reklamanten (f. 8v und von f. 63v an; der Reklamant von f. 79v korrespondiert nicht mit dem Anfang von f. 80r, derjenige von f. 175v korrespondiert mit dem Anfang von f. 56r; derjenige von f. 135v hat keine Entsprechung (wegen der Lücke f. 176–183). Im zweiten Teil (ab f. 208) neu einsetzende Lagenzählung mit römischen Zahlen (f. 223v: IIus, 231v: IIIus, 239v: IVus, 247v: Vus, 255v: VIus, 279v: IXus, die übrigen fehlend) sowie Reklamanten (f. 255v und f. 271v fehlend).
Seiteneinrichtung:Zweispaltig, Schriftspiegel 15 x 10,5–11 (4,5–5) cm, 30 Zeilen; Stiftlinierung, Punktierung an den Rändern meist sichtbar.
Schrift / Schreiber:Frühe Gotische Minuskel (Textualis), tiefschwarze Tinte, geschrieben von drei oder vier Händen: f. 1r–55v (Hand 1), f. 56r–205r (Hand 2), f. 208r–283v (Hände 3 und 4). Von der dritten Hand werden die Oberlängen der obersten Linie in spielerischer Weise nach oben verlängert.
Ausstattung / Buchschmuck:In den Fabliaux und im Perceval zahlreiche, meist zweizeilige Initialen in Rot und Blau; Fleuronnée rot oder schwarz-blau; Incipits und Explicits der Fabliaux (Ci fenist … et conmance …) meist in Rot. Am Anfang der Fabliaux und des Perceval zwei grosse, mit Gold verzierte Initialen:
f. 1r Initiale Q (90 x 45 mm), stark abgerieben. Der blaue Rumpf des Buchstabens, der an den sich verbreiternden Teilen von einer Reihe weisser Kreise besetzt ist, ruht mitsamt dem nach unten ausschwingenden und in zierlichen Blättern endenden schwanzförmigen Trieb auf einer ursprünglich karminroten Unterlage, die in rechteckigen Verkröpfungen der Form des Q folgt. Das Innenfeld der Initiale und einzelne der Blättchen waren mit Gold belegt, wovon Reste erhalten sind. Dargestellt ist offenbar – in Anlehnung an Vv. 127ff. des Fabliau Fotéor (f. 2ra, Vv. 8 ff.) – wie die in langes Gewand gekleidete Frau dem rechts gegenüber sitzenden Mann die Antwort ihrer Herrin überbringt. Ob der Jüngling, der das linke Bein über das rechte legt (?), in der erhobenen rechten Hand einen Gegenstand – etwa einen Brief – hält, ist nicht mehr zu erkennen.
f. 208r Initiale Q (120 x 40 mm), besser erhalten als f. 1r, nur das im Innenfeld aufgesetzte Blattgold ist abgerieben. Zeichnung und Schmuck des Buchstabens wie oben. Die Blätter, die sich am Ende des Q bilden, weisen in Zusammenhang mit Figurenstil, Schrift und Fleuronnée auf eine verhältnismässig frühe Entstehungszeit hin. Der junge Perceval – eine nach rechts gerichtete Profilfigur – reitet auf einem weissen Pferd durchs Land; der rechte Arm ist nach hinten ausgestreckt, der linke bis auf Schulterhöhe erhoben; bekleidet ist er mit rötlichem Rock und einer Kapuze.

Weitere Angaben

Bibliographie:ARLIMA (Internet); https://www.arlima.net/mss/suisse/bern/burgerbibliothek/0354.html
Busby (1993a); S. 33–34 und fig. 61–64
Busby (2002); S. 413–415, 443–447, 453–465, 563–564
Collet (2002)
JONAS (Internet); http://jonas.irht.cnrs.fr/manuscrit/8202
Rossi (1983)
Rychner (1984)
 

Descriptors

Entries:  ARLIMA (Internet) (Bibliographie/Nachschlagewerke\A)
  JONAS (Internet) (Bibliographie/Nachschlagewerke\J)
  Collet (2002) (Bibliographie/Nachschlagewerke\C)
  Busby (1993a) (Bibliographie/Nachschlagewerke\B)
  Busby (2002) (Bibliographie/Nachschlagewerke\B)
  Rossi (1983) (Bibliographie/Nachschlagewerke\R)
  Rychner (1984) (Bibliographie/Nachschlagewerke\R)
 

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Number:1
 

Usage

Permission required:Burgerbibliothek Bereichsleitung
Physical Usability:Sonderfall (Codices)
Accessibility:Nach Rücksprache
 

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