Cod. 318 (A) Sammelbd.: Vita Sancti Symeonis; Physiologus latinus; Fredegarii Chronicon; Sermo S. Effrem etc., lat., 0830 (ca.) (Codex Produktionseinheit)

Archive plan context


Identifikation sachlich

Ref. code:Cod. 318 (A)
Title:Sammelbd.: Vita Sancti Symeonis; Physiologus latinus; Fredegarii Chronicon; Sermo S. Effrem etc., lat.
Contains also:Sammelbd.: 1) Vita Sancti Symeonis; 2) De ortu et obitu patrum; 3) Physiologus latinus; 4-5) Fredegarii Chronicon; 6) Dies Aegyptiaci; 7) Lectio S. Evangelii secundum Matthaeum; 7a) Sermo S. Effrem monachem in transfigurationem Domini; 8) Praecepta medica; 9) De septem miraculis mundi.
Blattzählung:Moderne Foliierung: A, 1-131, Z.
Format:25,5 x 18 cm
Language:Latein

Buchblock

Creation date(s):approx. 0830
Entstehungsort:FR: Kloster Hautvillers OSB bei Reims; Reimser Kreis (> Bischoff 1998)
Material / Beschreibstoffe:Pergament
Material / Beschreibstoff Anm.:Pergament unterschliedlicher Qualität, z.T. mit Rissen und Löchern, sorgfältig verarbeitet.
Lagen:(IV-6){2} + 15 IV{122} + (IV+1){131}; ursprünglich 17 Quaternionen, 136 Bll. umfassend.
Zwischen f. 1 und 2 fehlen die inneren drei Doppelblätter der ersten Lage (Textverlust); am Schluss der letzten Lage ist ein jüngeres Einzelblatt angeklebt (f. 131). Kustode IIII am Ende der vierten Lage (26v unten), weitere Lagenbezeichnungen sind nicht vorhanden.
Bei jeder Lage liegen sich jeweils zwei Fleischseiten bzw. zwei Haarseiten gegenüber (‚neuer Stil’ der karolingischen Buchtechnik, um die Wende vom ersten zum zweiten Drittel des 9. Jh., vgl. Rand 1929).
Seiteneinrichtung:Einspaltig, Schriftspiegel 18 × 10,5–11 cm, 23 mit Griffel gezogene Zeilen (fol. 123–130: 19 x 12 cm, 24 Zeilen; fol. 131: 21 x 13–14 cm, 26 Zeilen). Seitliche Begrenzung durch vertikale Doppellinien mit 8mm Abstand, Punktierung am Rand.
Schrift / Schreiber:Karolingische Minuskel, laut Bischoff 1998 "nicht typisch reimsisch". Rote und schwarze Unzialis für Werk- und Kapitelüberschriften; Capitalis rustica für den Nachtrag (41r), das Explicit (121v und 123v sowie für das Schreiberkolophon 130r). Der ganze Band, ausser fol. 1–3, ist von der Haupthand geschrieben (laut CMD-CH; ob wirklich der ganze Codex von 1 Hand ist fraglich [Meinung von M.G., 2005]; eine gleichzeitige Hand korrigierte den Physiologus und die ersten Seiten des Fredegar).
f. 130r unten, am Ende des ursprünglichen Codex, Schreiberkolophon: 'AMEN finit. Haecpertus [= Egbert] me fecit. Qui istum librum legit, orat pro Hecperto scriptore si deum habeat adiutorem et defensorem.' – Ed. Krusch 1882, S. 265; Homburger 1962, S. 102; v. Steiger/Homburger 1964, S. 18; Scarpatetti 1977, Textbd. S. 193.
f. 130v oben Schreibervers: 'Qui nescit scribere nullum se putet esse laborem / Qui duo oculi vident una lingua loquitur tres digito.' – Ähnlich Rand 1929, S. 108; Wattenbach, Wilhelm: Das Schriftwesen im Mittelalter, 4. Aufl. Graz 1958, S. 284. Bei den darüber stehenden Federproben handelt es sich vermutlich um Verbesserungsversuche zum zweiten Vers.
Ausstattung / Buchschmuck:Initiale "S"(cs Symeon ex utero matris suae), 10-zeilig, in mehrfarbigem Flechtwerk f. 1r (Stil "franko-sächsisch", laut B. Bischoff).
Bilder / Malerei / Maler:35 Illustrationen zum Text des Physiologus, farbig abgebildet und ausführlich besprochen in der Faksimile-Edition von Steiger/Homburger 1964:
1) Jakob und der Löwe Juda "Est leo regalis omnium animalium" f. 7r;
2) Von der ersten Eigenschaft des Löwen (er verwedelt seine Spuren) f. 7v, Titel "Prima natura leonis haec est" f. 7r unten;
3) Von der zweiten Eigenschaft des Löwen (er schläft mit offenen Augen) "Secunda natura leonis talis est" f. 8r oben;
4) Von der dritten Eigenschaft des Löwen (Der Löwe beatmet das von der Löwin geborene Junge am dritten Tag) "Tertia natura leonis talis est" f. 8r unten;
5) Die erblindete Sonneneidechse erhält von der Sonne ihr Augenlicht zurück "De natura animalium aesaure" f. 8v oben;
6) Vom Regenpfeifer, der die ihn anblickende kranke Frau heilt f. 8v unten, Text "De natura volatile quae dicitur calatrius" f. 9r;
7) «De natura animalium et nocticoracos» statt dessen abgebildet: 4 Sperlinge f. 9r;
8) Von den Nachtraben "De nocticoracis" f. 10r;
9) Vom Adler "De natura volatile aquile" f. 10v;
10) Wiedehopf "De natura volatile que dicitur Yppopus" f. 11r oben;
11) zwei Mensch-tierische Fabelwesen im Gespräch f. 11r unten, Text "De natura viperae" f. 11v;
12) Von der zweiten Eigenschaft der Schlange (zwängt sich, sich häutend, durch einen engen Stein) "De natura serpentis secunda" f. 11v;
13) Von der dritten Eigenschaft der Schlange (Wasser aus der Quelle trinkend, lässt sie ihr Gift in der Höhle zurück) "De tertia natura serpentis" f. 12r;
14) Von der vierten Eigenschaft der Schlange (Schlangenjäger) "De quarta natura serpentis", kombiniert mit dem Bild
15) der Ameise (sie teilt die Weizenkörner, die sie für den Winter sammelt) "De natura formicae" f. 12v Mitte;
16) Von der zweiten Eigenschaft der Ameise (sie unterscheidet Weizen und Gerste am Geruch) "De natura formicae secunda" f. 12v unten;
17) Von der kleinen Ameise (sie sammelt Vorräte, wie die klugen Jungfrauen im Gleichnis) "De formiaca exigua" f. 13r;
18) Von der Sirene und dem Kentauren "De natura serenae et honocentauris" f. 13v;
19) Vom Igel (in der Weinrebe) "De natura yricii" f. 14r;
20) Von der List des Fuchses "De natura vulpis" f. 14v;
21) Vom Panther, Freund aller Tiere "De animale qui dicitur panther" f. 15r;
22) Vom Walfisch (den die kleinen Fische nähren) "De ceto magno" f. 15v;
23) Von der zweiten Natur des Wales (Schiffer ankern auf der vermeintlichen Insel, vgl. Legende St. Brandans) "De natura secunda piscis" f. 16r;
24) Vom Einhorn und der Jungfrau "De animale unicornium" f. 16v;
25) Vom Hirsch und der Schlange "De cervo" f. 17r;
26) Vom Salamander (der das Feuer im Ofen löscht und das warme Bad abkühlt) "De natura animalis qui dicitur salamandra" f. 17v Mitte;
27) Vom Baume Peredexion (als Freund der Tauben und Feind der Drachen) "De arbore qui dicitur peredexion", Bild f. 17v unten, Titel und Text f. 18r;
28) Von der Antilope (verfängt sich mit ihren langen Hörnern im Strauch) "De animale qui dicitur antelups" f. 18r;
29) Vom Sägefisch (mit Flügeln) "De natura piscis maximo qui dicitur serra" f. 18v;
30) Vom Elefanten, der Mandragora und der Schlange "De elifanto et mandragora" f. 19r;
31) Vom gefallenen Elefanten f. 19v, Titel "Natura autem elifanti talis est" und Text f. 20r;
32) Vom Achatstein (der die Perlenfischer leitet) "De lapide acato" f. 20v;
33) Vom indischen Stein (der durch Auflegen Wassersüchtige heilt) "De lapide Indico" f. 21r oben;
34) Vom Hahnenruf f. 21r unten, Titel "De galli cantu" und Text f. 21v-22r;
35) Vom Pferde f. 22r, Text "Caballus ante cabo dictus ..." f. 22v.

Weitere Angaben

Person:betr. Schreiber: Haecpertus (9. Jh.)
Bibliographie:Bischoff (1998)
Homburger (1962)
Krusch (1882)
Mostert (1989); S. 71 (Nr. 153)
Rand (1929)
Scarpatetti (1983); Textbd. S. 193 (Nr. 537); Tafelbd. Abb. 675-677
Steiger/Homburger 1964
 

Descriptors

Entries:  Haecpertus (9. Jh.) (Personen\Natürliche Personen\H)
  Krusch (1882) (Bibliographie/Nachschlagewerke\K)
  Bischoff (1998) (Bibliographie/Nachschlagewerke\B)
  Steiger/Homburger 1964 (Bibliographie/Nachschlagewerke\St)
  Homburger (1962) (Bibliographie/Nachschlagewerke\H)
  Scarpatetti (1983) (Bibliographie/Nachschlagewerke\S)
  Rand (1929) (Bibliographie/Nachschlagewerke\R)
  Mostert (1989) (Bibliographie/Nachschlagewerke\M)
 

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