Signatur: | FA Rytz |
Titel: | Familienarchiv Rytz |
Entstehungszeitraum: | 15. Jh. - 2018 |
Bestandesgeschichte / Charakterisierung: | Zur Geschichte der Familie Die aus Brugg im heutigen Kanton Aargau stammende Familie Rytz – Peter Rytz (1661-1730) aus Schnottwil erhielt 1693 das dortige Bürgerrecht – verfügt seit dem letzten Jahrhundert über zwei bernburgerliche Familienzweige. Der erste Zweig wurde 1899, im Jahr der Hochzeit von Albrecht Otto Rytz (1866-1954) und Fanny Fueter (1874-1949), in die Burgergemeinde Bern aufgenommen und ist bei Pfistern zünftig. Der zweite Familienzweig erhielt das Burgerrecht 1929, im Jahr der Vermählung von dessen Cousin Walter Rytz (1882-1966) mit Charlotte Elisabeth Luise Steck (1885-1976), und ist der Zunft zu Webern zugehörig. Während Albrecht Otto eine lange, bis zu ob genanntem Peter zurückgehende Familientradition der Pfarrtätigkeit fortsetzte, wirkten Walter und sein Sohn Rudolf Walter (1911-1999) vor allem in der naturwissenschaftlichen Forschung (Botanik) und im Gymnasialunterricht.
Bestandesgeschichte Das Familienarchiv Rytz ist seit 1998 in mehreren Ablieferungen aus der Familie als Geschenk an die Burgerbibliothek Bern gekommen.
Bestandesanalyse Die ältesten Dokumente des Familienarchivs datieren aus dem 18. Jahrhundert; jedoch sind von diesen nur wenige als handschriftliche Originale erhalten, sondern zumeist in Form von Kopien oder Transkriptionen überliefert. Im Teilbestand „Familie Rytz allgemein“ herrschen Archivalien aus dem 19. Jahrhundert vor. Er besteht hauptsächlich aus genealogischen oder biografischen Notizen, persönlichen Dokumenten und Korrespondenz. Auch sind hierin zahlreiche Dokumente von Frauen aufzufinden, so etwa das „Neue Berner Kochbuch“ von Elisabeth Julie Rytz-Dick (1771-1848), die Skizzenbücher der Künstlerin Charlotte Rytz-Fueter (1804-1880), welche auch mit Jeremias Gotthelf (1797-1854) befreundet war, oder die Theaterstücke ihrer Tochter Bertha (1829-1892). Der Teilbestand des 1929 eingeburgerten Familienzweiges setzt sich vor allem zusammen aus den Nachlässen von Walter Rytz (1882-1966), ausserordentlicher Professor für Systematik und Pflanzengeografie an der Universität Bern und u.a. Verfasser der „Schweizer Schulflora“ (Erstausgabe 1923) sowie der Forschungsarbeit „Das Herbarium Felix Platters“ (1933), und von dessen Sohn Rudolf Walter (1911-1999), der lange Zeit als Gymnasiallehrer in Burgdorf tätig war. Die somit vorwiegend aus dem 20. Jahrhundert datierenden Archivalien – Diplome, Zeichnungen, Reiseberichte und Publikationsentwürfe – dokumentieren deren Forschungs- und Lehrtätigkeit. Beide führten auch einen relativ umfangreichen Briefwechsel vor allem mit Familienmitgliedern und Kollegen. Rudolf Walter hat zudem genealogische Forschung betrieben und Publikationen zur Familiengeschichte verfasst. Das so zusammengetragene Material, speziell die genealogischen Notizen zu verwandten Familien, bildet einen wichtigen Bestandteil des Familienarchivs. Unter den Beständen dieser Verwandten und Bekannten tritt durch seinen Umfang und seinen Inhalt vor allem derjenige der Familie Fueter hervor, welche mit der Familie Rytz auf verschiedenen Generationenebenen durch eheliche Verbindungen verwandt ist. Neben schriftlichen Archivalien befinden sich im Bestand auch Fotoalben und lose Fotografien, welche zumeist Familienmitglieder zeigen. Darunter befinden sich auch fotografische Aufnahmen von Porträtgemälden einzelner Personen, die teils im Original von Charlotte Rytz-Fueter angefertigt worden sind. Die streng nach Provenienz geordneten Nachträge reichen zwar zeitlich bis ins 21. Jahrhundert, grösstenteils stammen sie jedoch von Personen, von denen bereits die ersten Ablieferungen Unterlagen enthalten haben. Auch die Nachträge weisen genealogisches Material, Korrespondenz und Fotografien auf. Gefunden werden die Archivalien zu einer Person über die verschiedenen Ablieferungen hinweg am verlässlichsten mit einer Deskriptorensuche. Die Nachträge enthalten im Zusammenhang mit verwandten Familien nicht nur genealogisches Material und Bilddokumente, sondern auch persönliche Papiere und Korrespondenz einzelner Angehöriger.
Erschliessung Das Familienarchiv Rytz ist im Zeitraum von Januar bis März 2013 erschlossen worden. Die Nachträge der Jahre 2014-2021 sind von Mai bis Juli 2020 und im April 2021 erschlossen worden.
Literaturhinweise Leimgruber, Yvonne: In pädagogischer Mission, die Pädagogin Rosette Niederer (1779-1857) und ihr Wirken für ein "frauengerechtes" Leben in Familie und Gesellschaft, Bad Heilbrunn 2006 [vgl. Kapitel 2.3.2 zu Charlotte Rytz-Fueter (1804-1880) und ihrer Tochter Bertha (1829-1892); siehe unter BBB D 3093] Rytz, [Rudolf] Walter: Drei Berner Studenten in Göttingen, drei Pfarrer in Utzenstorf, 1. und 2. Teil, in: Burgdorfer Jahrbuch 47 (1980), S. 39-60, und 48 (1981), S. 95-126 [siehe unter FA Rytz 15 (8)] Rytz, [Rudolf] Walter: Die Theologen Ludwig Hürner, Albert Anker, Albrecht Rytz und ihr Freundeskreis, in: Burgdorfer Jahrbuch 50 (1983), S. 17-40 [siehe unter FA Rytz 15 (9)]
März 2013 Irene Keller
Juli 2020; April 2021; Mai 2024 Ariane Huber |
Umfang: | 3,7 Laufmeter |
Bestandesbeschreibung |
Person: | Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Rytz (Familie); Burger von Bern, Pfistern, 1899, und Webern, 1929 |
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Rechtsform: | Natürliche Person |
Erschliessungsgrad: | Detailliert |
Findmittel-Form: | Digital |
Findmittel-Qualität: | Vollinventar |
Stufe: | Bestand |
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Deskriptoren |
Einträge: | Rytz (Familie); Burger von Bern, Pfistern, 1899, und Webern, 1929 (Personen\Natürliche Personen\R) |
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Behältnisse |
Anzahl: | 4 |
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Benutzung |
Erforderliche Bewilligung: | Keine |
Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
Zugänglichkeit: | Benutzungserklärung |
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URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=124092 |
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