|
N Fritz Jean Begert Nachlass Fritz Jean Begert (1907-1984), 19. Jh.-20. Jh. (Bestand)
Signatur: | N Fritz Jean Begert |
Titel: | Nachlass Fritz Jean Begert (1907-1984) |
Entstehungszeitraum: | 19. Jh. - 20. Jh. |
Bestandesgeschichte / Charakterisierung: | Fritz Jean Begert wird am 19. August 1907 als Sohn von Friedrich Begert und Jeanne Emma geb. Berthoud in Hilterfingen geboren. Er absolviert seine Ausbildung zum Lehrer 1923-1926 am Evangelischen Seminar Muristalden und 1927 am Staatlichen Oberseminar in Bern. Während dieser Zeit lernt er den Verfasser des "Panideal", Rudolf Maria Holzapfel, kennen und wird Mitglied der "Panideal"-Gruppe. Neben diversen Stellvertretungen (u.a. für Simon Gfeller in Lützelflüh) und Anstellungen als Hauslehrer führt Begert 1932 zwei Ferienkolonien auf dem Bühl ob Walkringen und unterrichtet 1933 in Hilterfingen, 1934-1942 in Dürrenast-Thun, 1948-1953 an der Oberschule Bumbach sowie 1956-1968 in Ringoldswil. 1944-1946 führt er eine eigene Privatschule, die "Lombachschule", in Habkern. Begerts Reformpädagogik stützt sich auf die Lehren Holzapfels und zeichnet sich durch differenzierte Gruppenorganisation im Unterricht, die Orientierung des Unterrichts an den Bedürfnissen der Kinder sowie die freien, individuellen Arbeitsgemeinschaften aus. Ab 1942 ist Begert auch als freier Schriftsteller tätig. Er publiziert drei Bücher: "Auf dem Bühl" (1942), "Lebendige Schule" (1943), "Die Lombachschule" (1951). Weitere Projekte wie beispielsweise das "Thunerbuch" bleiben unpubliziert. Ebenfalls im Jahr 1942 wird der Verein "Freunde des Erziehungsinstituts Fritz Jean Begert" (wird auch "Institutsgemeinde" genannt) gegründet, um die Pädagogik Begerts zu verbreiten. Das Ziel ist es, eine von Begert geleitete Privatschule und später ein grösseres Institut zu gründen und pädagogische Schriften zu publizieren. Die Lombachschule scheitert nach zwei Jahren, der Versuch einer Schule auf Schloss Surpierre bereits vor deren Eröffnung. Ab 1955 ist Begert zudem die zentrale Figur eines Vortragszirkels in Bern, der sich "Kerzenkreis" nennt.
Der Bestand umfasst mehrheitlich Unterlagen aus Begerts beruflichen Tätigkeiten, Tagebücher und Korrespondenz mit einem grossen Netz an Kontakten. Von besonderem Interesse sind die Unterlagen zu Begerts Lombachschule, der Institutsgemeinde und zum Kerzenkreis.
Der Wissenschaftshistoriker Heinz Balmer (1928–2016) bewahrte in seinem Haus in Konolfingen die Nachlässe von Fritz Jean Begert (1907–1984), Monika Meyer-Holzapfel (1907–1995), Hans Rhyn (1888–1967) und Georg Küffer (1890–1970) auf. Nach Balmers Tod gelangten die Nachlässe als Schenkung seiner Witwe an die Burgerbibliothek. Heinz Balmer kannte Begert persönlich und übernahm dessen Nachlass vermutlich in den 1980er Jahren nach Begerts Tod. Die Übergabe des Nachlasses erfolgte 2018, kleinere Nachträge folgten 2020 und 2023.
März 2020 Livia Sandri |
Umfang: | 17 Laufmeter |
Bestandesbeschreibung |
Person: | Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Begert, Fritz Jean (1907-1984) |
Bibliographie: | Lerch (1996) |
|
Rechtsform: | Natürliche Person |
Erschliessungsgrad: | Detailliert |
Findmittel-Form: | Digital |
Findmittel-Qualität: | Vollinventar |
Stufe: | Bestand |
|
|
Deskriptoren |
Einträge: | Begert, Fritz Jean (1907-1984) (Personen\Natürliche Personen\B) |
| Lerch (1996) (Bibliographie/Nachschlagewerke\L) |
|
Behältnisse |
Anzahl: | 2 |
|
Verwandte Verzeichnungseinheiten |
Verwandte Verzeichnungseinheiten: | siehe auch: N Walter Zürcher Nachlass Walter Zürcher (1934-2007), 20. Jh.-21. Jh. (Bestand)
Objekt des Bestands: ES 606 Korrespondenz: La Harpe, Frédéric César (1754-1838) an einen Arzt, 1815.09.29 (Akten/Dossier/Grafik/Bandteil/Korrespondenz)
|
|
Benutzung |
Erforderliche Bewilligung: | Keine |
Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
Zugänglichkeit: | Öffentlich |
|
URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=361952 |
|
Social Media |
Weiterempfehlen | |
|
|