FA Nussbaum Familienarchiv Nussbaum, 19. Jh.-21. Jh. (Bestand)

Archivplan-Kontext


Signatur:FA Nussbaum
Titel:Familienarchiv Nussbaum
Entstehungszeitraum:19. Jh. - 21. Jh.
Bestandesgeschichte / Charakterisierung:Familiengeschichte
Der Zweig der Familie Nussbaum, um dessen Familienarchiv es hier geht, stammt ursprünglich aus Flamatt. Es ist auch der Geburtsort von Friedrich genannt Fritz Nussbaum (1879–1966), Sohn von Anna Maria geb. Blaser (1857–1933) und Samuel Karl Nussbaum (1853–1907). Fritz unterrichtete zuerst am Lehrerseminar in Münchenbuchsee und anschliessend als Primarlehrer. Ab 1900 studierte er parallel dazu Geografie an der Universität Bern, wo er 1906 promovierte. 1909 wurde er Privatdozent und ab 1922 ausserordentlicher und von 1944-1949 ordentlicher Professor an der Universität Bern. 1901 heiratete er Margrit Gäumann (1878–1966). Dem Ehepaar wurde neben mehreren Töchtern der Sohn Walter (1918-2010) geboren. Walter studierte Medizin. Während seines Militäreinsatzes lernte er Ende 1944 die aus Basel stammende und den Frauenhilfsdienst absolvierende Apothekerin Liselotte Kieser (1918–2015) kennen, welche er im März 1945 heiratete. Das Paar führte nach Anfängen in Willisau eine Hausarztpraxis in Bern, wo die vier Kinder aufwuchsen.

Bestandesanalyse
Der personelle wie zeitliche Schwerpunkt des Familienarchivs bildet das Ehepaar von Liselotte und Walter Nussbaum. Von ihnen sind sowohl persönliche Dokumente wie Tagebücher als auch Korrespondenz und Fotografien überliefert. In der Generation ihrer Eltern verlagert sich der Überlieferungsschwerpunkt von der Familie Nussbaum auf die Familien Kieser und Ritter: Während von Fritz Nussbaum noch einige Zeichnungen und Diplome vorhanden sind, gibt es zu Walters Mutter nur wenige Fotografien und einen Lebenslauf. Im Kontrast dazu sind sowohl von Liselottes Familie väterlicherseits (Kieser) als auch von ihrer Familie mütterlicherseits (Ritter) eine dichte Überlieferung an Schrift- und Bilddokumenten vorhanden. Zu erwähnen gilt es u.a. Liselottes Grossvater väterlicherseits, Martin Kieser (1832–1898), der Mitte des 19. Jh. von Aschaffenburg (D) nach Rumänien ausgewandert war, um in Iași die Betreuung des Naturhistorischen Museums zu übernehmen. Liselottes Vater Alfred (1876–1958) wurde in Iași geboren, liess sich dann zu Beginn des 20. Jh. in Basel nieder. Dort lernte er seine Frau Anna Luise – genannt Nenn – Ritter (1880–1971) kennen. Die grossbürgerliche Familie Ritter stammte ursprünglich aus Frankfurt a. M., Nenns Vater Alfred Ritter (1845–1923) hatte sich jedoch ebenfalls in Basel niedergelassen, wo er eine Zweigstelle von WMF eröffnet hatte. Die Familien Kieser und Ritter pflegten enge Beziehungen, was nicht zuletzt durch zahlreiche überlieferte Fotografien u.a. von gemeinsamen Skiferien in Lenzerheide dokumentiert wird. Sie eröffnen Einblicke in die gutbürgerliche Gesellschaft der 1920er bis in die 1960er Jahre in der Schweiz.

Bestandesgeschichte
Der Bestand wurde der Burgerbibliothek Bern 2023 als Geschenk übergeben. Die Unterlagen des Ehepaars Nussbaum-Kieser sind für die Benutzung bis ins Jahr 2052 gesperrt.

Februar 2024
Nadja Ackermann
Umfang:2,8 Laufmeter

Bestandesbeschreibung

Person:Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Nussbaum (Familie); Burger von Bern, Zimmerleuten, 1963
Rechtsform:Natürliche Person
Erschliessungsgrad:Detailliert
Findmittel-Form:Digital
Findmittel-Qualität:Vollinventar
Stufe:Bestand

Persistent Identifiers (PIDs)

ARK:https://ark.burgerbib.ch/ark:36599/bwgbkq1rspb
 

Deskriptoren

Einträge:  Nussbaum (Familie); Burger von Bern, Zimmerleuten, 1963 (Personen\Natürliche Personen\N)
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=496966
 

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