Signatur: | FA Pulver |
Titel: | Familienarchiv Pulver |
Entstehungszeitraum: | 1544 - 2008 |
Bestandesgeschichte / Charakterisierung: | Die ursprünglich aus Rüeggisberg stammende Familie Pulver ist seit ca. 1720 in Bern ansässig. 1831 wurde der Handelsmann Franz Albrecht Pulver (1770-1835) als Mitglied der Gesellschaft zu Zimmerleuten eingeburgert. Sein Sohn Jakob Friedrich (1816-1875) war Apotheker in Bern und heiratete, Johanna Helena Rehfues (1812-1876), die Tochter des Silberschmieds Georg Adam Rehfues. Während ihr älterer Sohn Friedrich (1853-1896) die Apotheke in Bern übernahm, eröffnete der jüngere Sohn Eugen (1856-1904) eine Apotheke an der Postgasse in Interlaken. Diese musste Eugen aufgrund einer psychischen Erkrankung 1902 verkaufen. Zwei Jahre später erlag er einer Lungenentzündung und hinterliess eine Witwe, Anna geb. Hemmann (1859-1945), mit drei kleinen Kindern: Eugen (1893-1967), Anna (1892-1944) und Gertrud (1896-1961). Anna zog mit den drei Kindern wieder nach Bern. Die ältere Tochter Anna wird Haushaltslehrerin in Vallorbe. Die jüngere Tochter Gertrud zeigt Begabung als Malerin und nimmt u.a. Unterricht bei Marguerite Frey-Surbek und Paul Klee. Aufgrund einer geistigen Erkrankung kann Gertrud diese Karriere aber nicht weiterverfolgen und verbringt ab 1925 einen Grossteil ihres Lebens in verschiedenen psychiatrischen Kliniken. Der Sohn Eugen Pulver studierte an der ETH und wurde Kulturingenieur des Kantons Bern. 1935 ehelichte er Germaine Bürki. Das Paar hatte drei Kinder: Emanuel (1916-2016), Corinne (1927-2023) und Liselotte Pulver (geb. 1929).
Der Grossteil des Familienarchivs stammt aus dem 19. Jh. und lässt sich grob in zwei Teile gliedern: Zum einen handelt sich primär um persönliche Unterlagen wie Ausweise und Korrespondenzen von Eugen Pulver (1893-1967) bzw. aus seinem Umfeld, d.h. seiner beiden Schwestern, seiner Mutter und seiner Ehefrau. Punktuell überliefert sind jedoch auch ältere Dokumente zur Familie Pulver und zu weiteren Familienmitgliedern. Zum andern sind Unterlagen zur Familie Hemmann, d.h. zur Familie von Eugens Mutter Anna Pulver (1859-1945) überliefert, die im Kanton Aargau und Zürich u.a. als Tierärzte und Pfarrer tätig waren. Hervorzuheben gilt es nicht zuletzt die verhältnismässig dichte Überlieferung an Fotografien, sowohl für die Familie Pulver als auch für die Familie Hemmann, die zusammen mit den Korrespondenzen den Hauptteil des Familienarchivs ausmachen. Die Fotografien liefern nicht nur die Gesichter zu den erwähnten Personen, sondern eröffnen auch einen wertvollen Einblick in die Geschichte der Fotografie. Weitere von Eugen Pulver gemachte Fotografien von Familienangehörigen befinden sich im Staatsarchiv des Kantons Bern (StABE, BB 12.3.303-309).
Der Bestand wurde der Burgerbibliothek 2017 durch Georg Pulver als Geschenk übergeben und steht in engem Zusammenhang mit dem Nachlass Emanuel Pulver, der aus dem Familienarchiv herausgelöst worden ist und das Familienarchiv chronologisch fortsetzt.
September 2022 Nadja Ackermann |
Umfang: | 4 Laufmeter |
Bestandesbeschreibung |
Person: | Bestandsbildner / Bestandsbildnerin: Pulver (Familie); Burger von Bern, Zimmerleuten, 1831 |
|
Rechtsform: | Natürliche Person |
Erschliessungsgrad: | Detailliert |
Findmittel-Form: | Digital |
Findmittel-Qualität: | Vollinventar |
Stufe: | Bestand |
|
|
Deskriptoren |
Einträge: | Pulver (Familie); Burger von Bern, Zimmerleuten, 1831 (Personen\Natürliche Personen\P) |
|
Behältnisse |
Anzahl: | 3 |
|
Verwandte Verzeichnungseinheiten |
Verwandte Verzeichnungseinheiten: | siehe auch: N Emanuel Pulver Nachlass Emanuel Pulver (1925-2016), 1858-2016 (Bestand)
Objekt des Bestands: M.286 Porträt: Philipp Rudolf Rehfues (1820-1866), 19. Jh. (Akten/Dossier/Grafik/Bandteil/Korrespondenz)
|
|
Benutzung |
Erforderliche Bewilligung: | Keine |
Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
Zugänglichkeit: | Öffentlich |
|
URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=337096 |
|
Social Media |
Weiterempfehlen | |
|